HosenHerbst: Im Detail liegen die Tücken

Sonntag, 5. Oktober 2014

Das Thema:
Geknöpfte Hose, Reißverschluss mit allem Drum und Dran oder einfach nur ein Gummibund?
Wie verschließt ihr eure Hose? Wie säume ich meine Hose? Wie verstärke ich den Bund?
Futter? Hat eure Hose Taschen und wenn ja welche (und wie macht man solche Taschen)?

Also eins ist für mich klar:
Wenn eine Hose genäht wird, dann nur mit den richtigen Details!

Bei den genähten Männerhosen blieb mir auch nichts anderes übrig.
Mein Liebster würde sie sonst nicht getragen. Hier noch einmal
das Bild mit dem Innenleben der Hose:
– knöpfbarer Untertritt
– die Taschen bis zum Reißverschluß verlängert und mitgefasst
– Gürtelschlaufen (mein persönlicher Horror).
Ich habe mich beim Nähen an das Nähbuch von Burda gehalten und
gekaufte Hosen zum Vergleich genommen. Das hat super geklappt.

Hose Dirk 2

Hinten haben die Hosen eine klassische Paspeltasche, die ich nicht so einfach finde. Man muss den Schlitz nämlich so einnähen, dass die Tasche angezogen nicht schief aussieht. Das sollte akorat gearbeitet werden. Dabei passieren mir auch schon mal Pannen: bei der letzten Hose hatte ich das Knopfloch nur in die obere Stofflage (Hosenteil) genäht und nicht in das untere Taschenteil. So konnte man die Tasche gar nicht zuknöpfen. Leider habe ich das erst bemerkt, als die Hose schon fertig war.

In meine Hosen nähe ich auch einen Untertritt, aber eher einfacher und gerade (linke Hose). Bei der rechten Hose hatte ich vergessen, den Hosenschlitz überhaupt anzuschneiden. Dann habe ich ganz schmal einen Stoffstreifen angenäht. Man sieht es kaum, aber der Reißverschluss schließt ganz knapp.

IMG_3017  braune Hose 1

Den Bund nähe ich grundsätzlich nur noch als Formbund. Dann liegt er schön an und steht hinten nicht so ab. Damit habe ich bessere Erfahrungen gemacht. Das bedeutet aber, dass man keine käuflichen Bundeinlagen verwenden kann. Bei der letzten Cord-Jeans habe ich nur die Kante mit einem Vliseline-Band verstärkt, damit der Bund nicht ausleiert. Ansonsten wird der gesamte Formbund auf einer Stofflage verstärkt.

IMG_3065 IMG_3068
IMG_3066IMG_3069

IMG_3016

Mit den Taschen habe ich auch schon unterschiedliche Erfahrungen
gemacht. Am liebsten mag ich eigentlich die kleinen Jeans-Hosen-Taschen (siehe oben).

Die langen seitlichen Taschen (links) stehen leicht ab, wenn sie zu lang sind oder sie leiern mit der Zeit aus. Bei der ersten Männerhose musste ich die Tasche nach einiger Zeit festnähen. Ich habe dann den Tascheneingriff am Schnittmuster verkürzt. Nun ist es besser. Also lieber kürzere Tascheneingriffe verwenden, als zu lange. Ausserdem verstärke ich die Tascheneingriffe immer mit dem o.g. Vlieseline-Band und halte sie dabei leicht ein.

IMG_2253

Derzeit arbeite ich an der genaueren Planung für den Sew-Along.
Eine Herausforderung wird der doppelte Hosenbund für mich sein.
Und ich will – zusätzlich zu den bisherigen Nähplänen – noch eine Marlenehose nähen.

Mal sehen, was die Anderen so über die Tücken der Hosen schreiben.

Mit Tag(s) versehen:

Ein Kommentar zu “HosenHerbst: Im Detail liegen die Tücken

  1. fawie80 22. Oktober 2014 um 8:50 Reply

    Danke, das ist ja super toll beschrieben aber dennoch habe ich hier und da meine Schwierigkeiten… Ich brauche wahrscheinlich einfach noch etwas mehr Übung und dann hoffe ich das es klappt! Toller Beitrag

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: