Oberteil und Bleistiftrock

Ich wollte mir unbedingt einen Bleistiftrock mit zwei Abnähern hinten nähen. Mein Kauf-Lieblingsrock hat zwei Abnäher und sitzt absolut perfekt. Den wollte ich als Vorbild nehmen. Auf der Suche nach einem Schnitt habe ich ALLE! meine Burdazeitschriften (ich habe seeehr viele) durchforstet. Was soll ich sagen, ich musste bis in das Jahr 2003 zurückgehen, um einen Schnitt zu finden. Seitdem hat Burda keinen Bleistiftrock mehr mit zwei Abnähern veröffentlicht! Unfassbar. Bin ich altmodisch? Ein Glück, dass ich alle Zeitschriften aufhebe.

Am Schnitt selber habe ich nicht viel geändert. Nur unten am Saum habe ich 4cm Weite rausgenommen und an den Hüften etwas nachgebessert. Das war alles. Den Bund habe ich als schmales Band genäht, hinten mit einem Haken geschlossen. So sitzt der Rock schön auf der Hüfte. Den Stoff – ein ganz weicher dünner Wollstoff – habe ich letztes Jahr im Outlet von Marc Aurel in Verl ergattert.

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Dazu gibt es ein einfaches weites und gerade geschnittenes Oberteil aus dem letzten Jahr (Burda 04/2013 Modell116). Der Stoff spricht für sich und braucht keine Details. Außerdem sollte das Oberteil auch zu meinen neuen Zigarettenhosen passen. Geändert am Schnitt habe ich nichts.IMG_0289
Hier nun die Bilder:

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Weitere schöne Sachen gibt es Hier zu sehen.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag!

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Zusammenfassung Oberteil:
Schnitt: Burda 03/2013 Modell 116
Stoff: moderner Poly mit Struktur
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Paßform: sehr gut
Nähe ich den Schnitt nochmal? ja

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Zusammenfassung Rock:
Schnitt: Burda 02/2013 Modell 102
Stoff: weicher dünner Wollstoff
Schwierigkeitsgrad: einfach
Paßform: sehr gut
Nähe ich den Schnitt nochmal? ja sehr oft

Jacke Ottobre 6_2008 Modell 40

Sonntag, 16. November 2014

Ich bin soooo stolz! Ich habe die Winterjacke für meinen Sohnemann fertig und sie ist richtig toll geworden.
Der Schnitt ist aus der Ottobre 6/2008. Es muss ja jetzt schon was Cooles sein:

Jacke Ottobre 6_2008 Modell 40   2 Jacke Ottobre 6_2008 Modell 40

Ich habe am Schnitt nichts verändert. Die Jacke passt wie angegossen. Ich habe den Rest vom Outdoorstoff (Michas Stoffecke) verarbeitet, hier schon einmal vernäht. Der Stoff ist wasserdicht, atmungsaktiv und winddicht. Das hat den Vorteil, dass man die Jacke nicht so dick füttern muss und sie trotzdem warm ist. Für Kragen und zum Verstürzen wurden die Reste von Kuscheltieren verarbeitet. Das findet mein Sohnemann besonders Klasse, da er nun in der Schule – natürlich heimlich – kuscheln kann. Gefüttert ist die Jacke mit einem dicken Steppfutter. Die Knöpfe stammen von einem ausgesonderten Kleid. Ich brauchte also nichts extra kaufen. Bestickt habe ich nur einen Ärmel mit einem coolen Motiv von „harley davidson“.

Ich habe zuerst Vorderteil und Rückenteil gearbeitet und gefüttert. Die Ärmel habe ich komplett extra genäht. Das erschien mir einfacher, als die Fummelarbeiten an der ganzen Jacke zu machen. Später habe ich Ärmel und Futter durch die Futteröffnung unten gezogen und mit der Jacke zusammengenäht. Am schwierigsten waren die Knopflöcher. Stoff und Kuschelstoff waren zusammen zu dick, um die Knopflochautomatik zu verwenden. Ich musste beide Stofflagen mit der Hand langsam im Tempo der Knopflochautomatik durch die Maschine ziehen. Sehr knifflig.

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Hier nun die Bilder am lebenden Objekt. Er ist begeistert und trägt die Jacke gerne.
Den braunen Schal dazu hat Oma gestrickt.

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Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Jacke Ottobre 6_2008 Modell 40

Zusammenfassung:
Schnitt: Ottobre 6_2008 Modell 40
Stoff: Outdoorstoff (innen Fleece), Steppfutter, Kuschelstoff
Schwierigkeitsgrad: hoch
Paßform: sehr gut
Nähe ich den Schnitt nochmal? keine Ahnung

Burda Zigarettenhose 11 / 2013 Modell 110

Mittwoch, 12. November 2014

Die zweite Zigarettenhose ist fertig. Die erste Hose und der Anpassungsbedarf gibt es hier zu sehen.

Diesmal habe ich hinten Hosentaschen aufgenäht – die man gar nicht sieht. Ich habe Gürtelschlaufen gearbeitet, damit die Hose nicht rutscht. Nachdem ich die erste Hose mehrmals getragen habe, würde ich bei der nächsten Hose oben noch etwas an Leibeshöhe weggenehmen. Vielleicht 1-2 cm. Ansonsten bin ich sehr zufrieden.

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Weitere schöne Sachen gibt es hier zu sehen.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag!

Zigarettenhose Burda 11_2013 Modell 110

Zusammenfassung:
Schnitt: Burda 11/2013 Modell 110
Stoff: dickerer Baumwollstretch
Schwierigkeitsgrad: mittel
Paßform: sehr gut
Nähe ich den Schnitt nochmal? ja

HosenHerbst – Passform II: Mängel erkennen + beheben

Montag, 03. November 2014

Die erste Hose ist fertig!
Schon lange hatte ich mir die Zigarettenhose aus der Burda 11 / 2013 (Modell 110) vorgenommen. Den passenden Stoff hatte ich bei unseren Nähtreffen im Januar 2014 im Outlet von „Marc o Polo“ gekauft. Der Stoff sieht fast genau so aus wie auf dem Foto und hat einen hohen Elasthananteil.

Zigarettenhose Burda 11_2013 Modell 110

Wie sitzt die neue Hose? Wo gefällt sie mir noch nicht?
Was könnte ich an dieser Hose noch ändern?
Was muß ich machen, damit das nächste Modell besser wird?

Ich habe großes Glück, denn ich besitze einen „Burda-Po“! Will sagen, die Hosen-Schnitte von Burda passen mir bis auf wenige Anpassungen sehr gut – vorallem hinten. So brauchte ich auch keine Probehose nähen. Ich habe gleich richtig losgelegt.

Trotzdem gab es kleine Änderungen am Schnitt. Für Hosen hatte ich bisher noch keine Liste mit den Standardanpassungen an die Burdaschnitte gefunden (für Oberteile und Kleider besitze ich schon so eine Liste). Das war jetzt eine gute Gelegenheit.

1) Als erstes habe ich einen gut sitzenden Rock in der Taille vermessen und die Maße auf den Burdaschnitt übertragen. Die meisten Hosen sind mir in der Taille zu weit. Nun nicht mehr ;-))
2) Dann habe ich im hinteren Hosenbein 1cm  Länge am Po rausgenommen, wie hier beschrieben.
3) Die Hosenbeine muss ich immer verlängern, ca 2.4 cm.
4) Bleibt noch die Weite der Hose. Der Schnitt ist für Stoffe ohne Elasthan ausgelegt. D.h. er enthält noch die übliche Bewegungszugabe von ca. 1,5 – 1,8 cm. Die habe ich einfach an den Seitennähten weggenommen. Ich war erstaunt, wie gut das funktioniert hat. Dadurch ist auch der Tascheneingriff kleiner geworden, was ganz gut ist. Die Tasche steht nicht ab.

Nun konnte es auch schon losgehen:
Tascheneingriff und die obere Kante wurden mit einem nicht dehnbaren Flieselineband verstärkt, damit die Hose später nicht weiter wird in der Taille. Vorne gibt es einen Reißverschluss mit Untertritt. Die innere Tasche ist aus Futterstoff, damit es nicht aufträgt. Der Bund ist zum Glück gerundet und legt sich schön an.

In meiner Nähweise gibt es einen großen Unterschied zur Burda-Vorgehensweise. Ich nähe erst jeweils die Vorder- und Hinterteile komplett fertig zusammen. Erst dann nähe ich zuerst die Seitennähte und zum Schluss dann die Hoseninnennaht. Das hat für mich den Vorteil, dass man den Reißverschluss viel einfacher einnähen oder hinten die Gesäßtaschen aufbringen kann. Hier das fertige Vorderteil von innen:

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Hier nun die fertige Hose, mit der ich sehr zufrieden bin. Sie ist super bequem. Fühlt sich genau richtig an. In der Passform brauche ich aus meiner Sicht nichts mehr zu ändern. Nur über die Länge der Hose muss ich noch einmal genauer nachdenken. Und vielleicht beschäftige ich mich noch einmal mit den sogenannten „Katzenhaaren“ (Falten vorn im Schritt). Aber schlimm finde ich die nicht.
Es gibt auch, wie von craftreln vorgeschlagen, ein Sitzfoto. Da sieht man, dass die Hose doch etwas zu kurz geraten ist. Kurzerhand habe ich den Aufschlag weggenommen. Nun ist es genau richtig.

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Hier sieht man, dass bei der Hose drunter getragene Kleidungsstücke leicht durchdrücken. Ich muss also genau auf das „Drunter“ achten. Ansonsten werde ich die Hose sehr oft tragen. Eine nächste Hose ist schon zugeschnitten.

Hier geht es zu den anderen Beiträgen vom HosenHerbst.
Hier geht es zum MMM.

Zusammenfassung:
Schnitt: Burda 11_2013 Modell 110
Stoff: Stretch Jaquard
Schwierigkeitsgrad: mittel
Paßform: sehr gut
Nähe ich den Schnitt nochmal? ja, schon zugeschnitten

HosenHerbst: Im Detail liegen die Tücken

Sonntag, 5. Oktober 2014

Das Thema:
Geknöpfte Hose, Reißverschluss mit allem Drum und Dran oder einfach nur ein Gummibund?
Wie verschließt ihr eure Hose? Wie säume ich meine Hose? Wie verstärke ich den Bund?
Futter? Hat eure Hose Taschen und wenn ja welche (und wie macht man solche Taschen)?

Also eins ist für mich klar:
Wenn eine Hose genäht wird, dann nur mit den richtigen Details!

Bei den genähten Männerhosen blieb mir auch nichts anderes übrig.
Mein Liebster würde sie sonst nicht getragen. Hier noch einmal
das Bild mit dem Innenleben der Hose:
– knöpfbarer Untertritt
– die Taschen bis zum Reißverschluß verlängert und mitgefasst
– Gürtelschlaufen (mein persönlicher Horror).
Ich habe mich beim Nähen an das Nähbuch von Burda gehalten und
gekaufte Hosen zum Vergleich genommen. Das hat super geklappt.

Hose Dirk 2

Hinten haben die Hosen eine klassische Paspeltasche, die ich nicht so einfach finde. Man muss den Schlitz nämlich so einnähen, dass die Tasche angezogen nicht schief aussieht. Das sollte akorat gearbeitet werden. Dabei passieren mir auch schon mal Pannen: bei der letzten Hose hatte ich das Knopfloch nur in die obere Stofflage (Hosenteil) genäht und nicht in das untere Taschenteil. So konnte man die Tasche gar nicht zuknöpfen. Leider habe ich das erst bemerkt, als die Hose schon fertig war.

In meine Hosen nähe ich auch einen Untertritt, aber eher einfacher und gerade (linke Hose). Bei der rechten Hose hatte ich vergessen, den Hosenschlitz überhaupt anzuschneiden. Dann habe ich ganz schmal einen Stoffstreifen angenäht. Man sieht es kaum, aber der Reißverschluss schließt ganz knapp.

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Den Bund nähe ich grundsätzlich nur noch als Formbund. Dann liegt er schön an und steht hinten nicht so ab. Damit habe ich bessere Erfahrungen gemacht. Das bedeutet aber, dass man keine käuflichen Bundeinlagen verwenden kann. Bei der letzten Cord-Jeans habe ich nur die Kante mit einem Vliseline-Band verstärkt, damit der Bund nicht ausleiert. Ansonsten wird der gesamte Formbund auf einer Stofflage verstärkt.

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Mit den Taschen habe ich auch schon unterschiedliche Erfahrungen
gemacht. Am liebsten mag ich eigentlich die kleinen Jeans-Hosen-Taschen (siehe oben).

Die langen seitlichen Taschen (links) stehen leicht ab, wenn sie zu lang sind oder sie leiern mit der Zeit aus. Bei der ersten Männerhose musste ich die Tasche nach einiger Zeit festnähen. Ich habe dann den Tascheneingriff am Schnittmuster verkürzt. Nun ist es besser. Also lieber kürzere Tascheneingriffe verwenden, als zu lange. Ausserdem verstärke ich die Tascheneingriffe immer mit dem o.g. Vlieseline-Band und halte sie dabei leicht ein.

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Derzeit arbeite ich an der genaueren Planung für den Sew-Along.
Eine Herausforderung wird der doppelte Hosenbund für mich sein.
Und ich will – zusätzlich zu den bisherigen Nähplänen – noch eine Marlenehose nähen.

Mal sehen, was die Anderen so über die Tücken der Hosen schreiben.

Der Herbst kann kommen

Sonnstag, 03. Oktober 14

Für den Jungen sind die neuen Shirts fertig. Damit sind wir auf den Herbst gut vorbereitet. Ich habe es wirklich geschafft, alle seine Shirts wieder selber zu nähen. Er hat keine gekauften! Bei Hosen war ich leider nicht so fleißig und konsequent. Eine Jacke ist noch in Arbeit.

Es ist gar nicht so leicht, coole, fetzige und trotzdem kindgerechte Sachen zu nähen. Ich habe lange im Netz gegoogelt, aber nichts so richtig tolles gefunden. Kennt ihr schöne Labels oder Internetseiten, wo man sich für kleine große Jungs inspirieren lassen kann? Entweder die Shirts sind vorne voll mit schrägen bunten Aufdrucken oder man findet Erwachsenen-Kleidung in klein. Über Hinweise wäre ich dankbar.

Der Junge wollte unbedingt vorne auf den Shirts was drauf haben. Sonst wären sie ihm zu langweilig. Deshalb gibt es einen coolen Skater (aus einer Ottobre) und einen Kampfsportler (Clip*art aus dem Netz). Ganz schlicht appliziert. Zudem habe ich die Flatnaht endeckt! Ich bin mal wieder begeistert, was meine Machine alles so kann. Damit sind die Nähte farblich abgesteppt. Leider hat ein Mädchen in der Schule gleich festgestellt, das ich die Nähte falsch herum genäht hätte (ggrrrr…). Also ich finde die Nähte cool.

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Das nächste Shirt ist aus zwei Jersey zusammengesetzt.

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Zum Schluss gibt es noch ein Sport-Shirt. Die rote Farbe ist leider falsch dargestellt, Es ist ein dunkles Rostrot und kein Pink. Die Schuhe haben grüne Kam Snaps für die Schnürsenkel bekommen.

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